8. Jahrgangsstufe



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8. Jahrgangsstufe: Orientierungsphase

Grundlage: Landtagsbeschluss vom 22.3.2000:
„In der 8. Jahrgangsstufe nehmen die Schülerinnen und Schüler entsprechend den berufswahlvorbereitenden Zielsetzungen und des Förderbedarfs im Umfang von 200 Stunden unterschiedliche Formen von Praktika wahr, um Interessen und Neigungen zu erkunden.“  

Der Lehrplan für den Lernbereich Berufs- und Lebensorientierung (BLO):

 

1.  BLO-Theorie (1 Wochenstunde)  

Die vier Lernzielbereiche:

  • Grundlegende Informationen über die Berufs- und Arbeitswelt sammeln und auswerten
  • Individuelle Informationen in der Berufs- und Arbeitswelt sammeln und auswerten
  • Zusammenhänge im Verhältnis Mensch, Arbeit und Betrieb erkennen
  • Antworten auf Fragen der Lebensplanung und –gestaltung finden haben engen Praxisbezug und sollen vor allem immer wieder auf die BLO-Praxis bezogen werden.  


2. BLO-Praxis (6 Wochenstunden)  

Unterteilung in zwei Bereiche:

  • Hauswirtschaftlich-soziale Praxis (HsP): neben dem zentralen berufsfeldorientierten und lebenspraktischen Bereich Ernährung & Hauswirtschaft noch die berufsfeldorientierten und lebenspraktischen Bereiche Verkauf, Service/Gastgewerbe, Körperpflege, Pflegedienst und Textilpflege/Bekleidung  
  • Gewerblich-technische Praxis (GtP): neben dem Technischen Zeichnen noch die berufsfeldorientierten und lebenspraktischen Bereiche Holztechnik, Metalltechnik, Bautechnik, Farbtechnik & Raumgestaltung und Gartenbau 

Es soll eine Orientierung in beiden Bereichen erfolgen.
Die Orientierung erfolgt sowohl schulisch als auch außerschulisch.

Außerschulische Praxis:  
„Außerschulische Praxis“ wird in Form von Berufsorientierungstagen und von 3 Berufsorientierungswochen (3 x 5 Tage) durchgeführt. Sowohl BO-Tage als auch BO-Wochen sollen den Schülern die Gelegenheit geben sich in mehreren unterschiedlichen Berufsfeldern zu orientieren. Im Lehrplan steht ein Modell dafür, wie diese Vorgaben erfüllt werden können. Es ist die Rede von einem wöchentlichen BO-Tag der halben Klasse, während die andere Hälfte der Klasse HsP und GtP in der Schule hat. Dies ist ein Modell dafür, wie sich die außerschulische Praxis organisieren lässt. Es macht die Notwendigkeit des Einsatzes von Fachlehrern in der Orientierungs- und Individualisierungsphase nachvollziehbar. Andere Modelle, die sich nach den regionalen Gegebenheiten und der schulspezifischen Situation richten sind denkbar. Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass keine zusätzlichen Stunden zu Lasten anderer Lernbereiche anfallen (also nur 6 WoStd. und 3 BO-Wochen). Um den Vorgaben des Landtagsbeschlusses zu entsprechen sollte man mit ca. 30 Tagen außerschulischer Praxis planen und versuchen diese zu verwirklichen.  

Lernorte für die außerschulische Praxis:
Betriebe, unter besonderen Voraussetzungen (siehe Lehrplan) die Berufsschule zur Sonderpädagogischen Förderung mit Förderschwerpunkt Lernen und Berufsbildungswerke, die (neuen) Träger der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen der Arbeitsagentur, überbetriebliche Einrichtungen (Innungen, Handwerkskammern)...  

Schulische Praxis
Es gilt die Grundlagen aus der Vorbereitungsphase zu vertiefen, bzw. in bisher nicht berücksichtigten Bereichen Grundlagen zu schaffen.
siehe „Extra-Paper“ zu GtP (Paul/Bernegger) und die Vorträge und Stellungnahmen von Frau Mayer und Herrn Paul.

 

3. Enge Kooperation der Lehrkräfte für den Lernbereich BLO  

  • Klassenlehrer/in koordiniert
  • Absprache bzgl. berufsfeldorientierter und lebenspraktischer Bereiche
  • Absprache bzgl. Betriebsorientierungstagen, -wochen (Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung, diagnostische Erkenntnisse...)
  • Diagnostische Infos aus schulischer und außerschulischer Praxis austauschen
  •  ... neben dieser Kooperation innerhalb der Schule muss auch mit allen außerschulischen Partnern (Berufsberatern, Ausbildern...) gezielt und eng kooperiert werden!  

 

4. Individueller Förderbedarf geht vor Jahrgangsstufenunterricht  

Im BLO-Lehrplan ist von der Vorbereitungs-, der Orientierungs- und der Individualisierungsphase die Rede. Aus unterrichtsorganisatorischen Gründen werden diese Phasen grundsätzlich der 7., 8. und 9. Jahrgangsstufe zugeordnet. Das Tempo in dem sich unsere Schüler entwickeln hält sich jedoch nicht (immer) an „den Jahrgangsstufenplan“. Bei unseren Schülern steht die Berücksichtigung des individuellen Förderbedarfs im Mittelpunkt. Im Klartext bedeutet das für den Lernbereich BLO: Ein Schüler der 8. Klasse, der sich unserer (sonder)pädagogischen Meinung nach in seiner individuellen Vorbereitungsphase befindet und noch nicht reif ist für außerschulische BO-Tage, sammelt besser weitere schulische Praxiserfahrungen, als mit seinen Mitschülern in die BO-Tage zu gehen. Genauso können am Ende der 8. Klasse bei einzelnen Schülern/innen Elemente aus der Individualisierungsphase vorgezogen werden, falls das deren individuellen Förderbedürfnissen gerecht wird.  

K. Bernegger (SoL)  

 

Einzelheiten zur 8. Jahrgangsstufe entnehmen Sie bitte dem Fahrplan zur SDW!

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Inhalt dieser Seite:

1. BLO-Theorie

2. BLO-Praxis

3. Kooperation der Lehrkräfte

4. Individueller Entwicklungsstand des Schülers geht vor Jahrgangsstufenkonzept